Nordic-Walking-Kurse für Anfänger: Vorteile und Nachteile
Denkst du schon länger darüber nach, mit Nordic Walking zu beginnen? Willst du dich sportlich betätigen und etwas für deine Gesundheit tun, aber es fehlt dir bisher die Motivation? Du brauchst einen regelmäßigen Termin in der Woche, um keine Ausreden für das Sofa zu haben? Dann ist ein Nordic-Walking-Kurs genau das Richtige für dich! In diesem Artikel erfährst du alles über die Vorteile und Nachteile von Walkingkursen und über die Stärken einer guten Nordic-Walking-Trainerin.
In Walking-Kursen die Grundtechnik erlernen
Natürlich kannst du als Anfängerin bzw. Anfänger einfach draufloswalken, weil du Spaß an der Bewegung hast und Nordic Walking relativ leicht auszuüben ist. Die niedrigen Einstiegshürden sind gerade das Phantastische an Nordic Walking: Walken kann fast jeder und ist fast überall möglich.
Aber wenn du wirklich das volle Potential von Nordic Walking nutzen willst, dann ist eine professionelle Anleitung überaus sinnvoll. Denn viele ambitionierte Anfänger und sogar sportlich erfahrene Walker begehen häufig typische Walkingfehler. Wenn du Nordic Walking von der Pike auf lernen willst, dann ist ein Nordic-Walking-Kurs optimal für dich.

Nordic-Walking-Kurse gibt es in fast jeder größeren Stadt wie Berlin, Hamburg, München, Köln oder Stuttgart. Aber auch kleinere Vereine oder freiberufliche Trainer bieten Nordic-Walking-Kurse ebenso in Kleinstädten und in ländlichen Gebieten an.
Unzählige Vorteile von Nordic-Walking-Kursen
Gerade als Nordic-Walking-Anfänger musst du viele Informationen verarbeiten. So ist es gut, wenn diese strukturiert aufbereitet und dann auch sofort umgesetzt werden – so wie in einem Nordic-Walking-Kurs.
- Es wird dir viel Fachwissen rund um Nordic Walking und Gesundheit vermittelt.
- Es sind Partnerübungen mit anderen Kursteilnehmern möglich.
- Die Kurstermine sind eine soziale Verabredung, sodass eine Absage einzelner Termine aufgrund von äußeren Faktoren oder eigener Befindlichkeiten schwerer fällt.
- Die Kursleiter haben den geschulten Blick von außen und können dir sofort Tipps zur Umsetzung der Walkingtechnik geben.
- Die Kursteilnehmer können sich gegenseitig motivieren.
- Ein Nordic-Walking-Kurs kann gegebenenfalls als Präventionsmaßnahme nach § 20 SGB nach Richtlinien der gesetzlichen Krankenkasse durchgeführt werden, sodass die Kurskosten bezuschusst werden.
- Es werden unter Umständen verschiedene Nordic-Walking-Stöcke zur Verfügung gestellt, sodass anfangs kein eigenes Paar notwendig ist.
- Du kannst Walkingfreunde fürs Leben finden.
Gerade bei Einsteigerkursen ist es völlig normal, noch über keinerlei Erfahrung mit Nordic Walking zu verfügen. Darauf nehmen gute Nordic-Walking-Trainer selbstverständlich Rücksicht.
Nachteile von Nordic-Walking-Kursen lassen sich vermeiden
Die Nachteile von Walkingkursen liegen in erster Linie im zwischenmenschlichen Bereich der Beteiligten, was allerdings eher selten vorkommt und von den verschiedenen Persönlichkeitstypen abhängt. Im Normalfall verbindet Sport und das Interesse für die Gesundheitsförderung.
- Die Walkingtrainer sind dir vielleicht nicht so sympathisch oder professionell wie erhofft.
- Du bist mit einigen Kursteilnehmern nicht auf derselben Wellenlänge.
- Aufgrund der Gruppengröße hat die Nordic-Walking-Trainerin manchmal nicht so viel Zeit für individuelle Korrekturen wie es notwendig wäre.
- Du benötigst generell mehr Zeit fürs Erlernen als zeitlich vorgesehen.
- Die Walkinggruppe ist zu heterogen.
Tipp: Wenn dir der zwischenmenschliche Kontakt besonders wichtig ist und dein eigenes Wohlbefinden davon stark abhängt, dann suche vor einer Anmeldung unbedingt den persönlichen Kontakt mit der Trainerin oder dem Trainer. Außerdem ist es für dich wahrscheinlich sinnvoll, an einem Nordic-Walking-Kurs mit einer möglichst homogenen Gruppe teilzunehmen.
Nordic-Walking-Trainer gesucht? Darauf solltest du achten!
Ein Kurs wird entscheidend von der Nordic-Walking-Trainerin geprägt. Ihr müsst auf einer Wellenlänge sein und du musst dich wohlfühlen. Ob die Professionalität stimmt und du mit dem Ablauf zufrieden bist, stellt sich allerdings meistens erst hinterher heraus.

Du solltest daher so viele Informationen wie möglich sammeln. Wie schon geschrieben, sind ein vorheriges persönliche Gespräch und eine Probestunde empfehlenswert. Außerdem kannst du dich auf der Website und auf Social-Media-Profilen über das Angebot des jeweiligen Walkingtrainers informieren. Aber auch die gute alte Mundpropaganda verschafft dir Informationen.
Was macht eine gute Nordic-Walking-Trainerin aus?
Wertschätzung und Lob sind keine Einbahnstraße: du kannst mit ein paar netten Worten und Feedback dazu beitragen, dass deine Nordic-Walking-Trainerin motiviert bleibt und vielleicht selbst etwas lernt. Denn es ist auch für die Nordic-Walking-Trainerin nicht so einfach, immer allen Anforderungen gerecht zu werden. Trage deinen Teil dazu bei, dass ihr alle das Maximale herausholt.
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Gründe, warum Anfänger keinen Nordic-Walking-Kurs besuchen
Es gibt auch Anfänger, die wollen oder können keinen Nordic-Walking-Kurs besuchen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Es liegt dabei nicht nur an der Nordic Walkerin, dass eine Kursteilnahme nicht in Frage kommt.
- Es finden keine Nordic-Walking-Kurse in der näheren Umgebung statt, sodass eine Anfahrt zu weit entfernt liegenden Ortschaften zeitlich nicht lohnenswert ist.
- Die Kurstermine passen zeitlich nicht zu den privaten und beruflichen Verpflichtungen.
- Man findet die Gruppengröße zu klein oder zu groß.
- Man befürchtet, dass man sich vor der Gruppe blamiert oder nicht mit der Gruppe mithalten kann.
- Die Kursgebühr ist zu hoch.
- Man bildet sich ein, nicht über eine ausreichend vernünftige Ausrüstung zu verfügen.
- Man denkt, dass man aufgrund bestimmter Merkmale (zum Beispiel Alter oder Sporterfahrung) nicht in die Gruppe passt.
Einige Probleme lassen sich mit etwas Planung umgehen, andere Probleme wiederum mit der Überwindung von persönlichen Hürden. Einige Walkingtrainer bieten auch eine Probestunde an, bei der du ins Nordic Walking hineinschnuppern und erste Hürden überwinden kannst.
Eine weitere Alternative sind Nordic-Walking-Treffs, bei denen du schnell Gleichgesinnte treffen kannst. Solche Nordic-Walking-Treffs werden häufig von Sportvereinen oder auch privat organisiert.
Richtig Nordic Walking lernen ohne Kurs
Auch wenn für dich ein Nordic-Walking-Kurs nicht möglich ist bzw. in Frage kommt, solltest du die Beine nicht hochlegen. Zeigen deinem inneren Schweinehund die lange Nase und lerne dann Nordic Walking ohne Kurs. Ausreden gelten nicht.

Denn Nordic Walking macht durchaus auch alleine Spaß. Die Walking-Grundtechnik eignest du dir über ein paar Wochen mit etwas Konzentration und Übung einfach selbst an. Es ist schließlich noch keine Meisterin und noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Darf es ein wenig mehr sein? Fortgeschrittenen-Kurse für Nordic Walking
Die meisten Nordic-Walking-Kurse sind als Grundkurse bzw. Einführungskurse für Anfänger gedacht; viele sind dabei als Wochenendkurse konzipiert. Darüber hinaus gibt es auch gelegentlich Walkingkurse für Fortgeschrittene.
- Du willst deine Walkingtechnik verbessern und deinen Walkingstil effizienter gestalten.
- Du bereitest dich auf eine spezielle Walkingveranstaltung vor und willst dabei ein höheres individuelles Ziel als vorher erreichen.
- Du willst weitere Walkingtechniken wie Bergauf-Walking oder Nordic Running erlernen.
- Du möchtest einfach nach vielen Walkingrunden alleine endlich Gleichgesinnte treffen.
- Du suchst neue Ideen und benötigst Abwechslung im Trainingsalltag.
Sprich Walkingtrainer direkt an, ob sie auch Nordic-Walking-Kurse für Fortgeschrittene im Repertoire haben. In den meisten Fällen sind solche Walkingkurse zu flexiblen Terminen möglich, da die Gruppengröße geringer als bei Einsteigerkursen ist bzw. es sich sogar um ein Personaltraining handelt. Egal wie du dich entscheidest, wir wünschen dir viel Spaß beim Nordic Walking!
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Das Wichtigste in Kürze
Du bekommst Fachwissen vermittelt, kannst Übungen mit anderen Teilnehmern durchführen, bist besser motiviert und nimmst die Kurstermine als soziale Verabredung wahr, sodass du regelmäßig trainierst. Außerdem hast du durch die Trainer den geschulten Blick von außen, sodass du Technikfehler sofort verbessern kannst. Oft stellen die Trainer auch Walkingstöcke fürs Training zur Verfügung. Und letztendlich kannst du Walkingfreunde fürs Leben finden…
Die Nachteile von Nordic-Walking-Kursen liegen besonders im persönlichen Bereich der Beteiligten: du kannst im Laufe des Kurses die Walkingtrainerin oder andere Teilnehmer unsympathisch finden. Ein weiterer Nachteil könnte darin bestehen, dass der Kurs nicht gut organisiert oder der Walkingtrainer fachlich nicht gut genug ist. Außerdem kann die Walkinggruppe zu groß oder zu heterogen sein, sodass du dein Potential nicht voll entfalten kannst. Du „kaufst“ praktisch die Katze im Sack.
Bei der Auswahl deiner Nordic-Walking-Trainerin solltest du auf die folgenden Kriterien achten, die im Artikel näher beschrieben werden: Fachkompetenz, Organisation, Methodische Kompetenz, Zeitmanagement und Preis-/Leistungsverhältnis.
Nordic-Walking-Kurse können in der Regel nicht schaden, aber es geht auch ohne. Wichtig ist, sich immer wieder die ideale Technik anzugucken und mit der eigenen Technik zu vergleichen. Und dann eben auch Technikübungen in den Trainingsalltag einbauen…